Fundstücke

Bücherliebhaber kennen es. Wenn man keinen Büchereiausweis besitzt, häuft man das ein oder andere Buch zuviel in seinem Besitz an. Ich bin zwar der Meinung, dass die Heimbibliothek nie groß genug sein kann, aber man verliert leicht den Überblick. Wie ich euch schon über meine Sammelwut berichtet habe, besitze ich derzeit weit über 200 Bücher. Ich liebe einfach deren Geruch, sie ständig neu zu ordnen und einen Streifzug durch die Regale zu amchen. Da ich oft schneller gebrauchte und neue Bücher dazubekomme, wie ich sie lesen kann, ist es für mich tatsächlich wie ein Gang durch die Stadtbücherei auf der Suche nach dem passenden Lesestoff.

Bücher die gut waren, deren Inhalt man aber trotzdem vergessen hat.

Wenn ich nicht schon konkret ein Buch vor Augen habe oder zumindest eine Thematik, die ich lesen will, passiert es durchaus, dass ich zwei bis drei Bücher in die Hand nehme und mir nochmal die Klapptexte durchlese. Danach wäge ich ab, wozu ich derzeit Lust hätte.

Mit den Jahren haben die neuen Bücher die Präsenz der schon gelesenen Bücher ein wenig in den Hintergrund gedrängt. Dann schaue ich mir den Buchrücken an und denke: "Ja das Buch mochte ich". Aber wenn ich näher drüber nachdenke wird mir oft bewusst, dass ich teilweise gar nicht mehr weiß worum es in dem Buch überhaupt ging. Ich lese nunmehr schon seit meinem 6 Lebensjahr und das nicht gerade wenig. Viele Bücher sind schon durch meine Hände und mein Hirn gewandert. Der eine Stoff ist eben präsenter (Harry Potter, Nicole ein Herz voll Liebe etc.), bei anderen kann ich mich kaum mehr daran erinnern. Da bleibt dann nur ein "war gut" oder "war nicht so gut" übrig.

Um aber diese Bücher zu ehren, habe ich mal ein paar wenige von diesen War-Gut-Büchern herausgesucht, an deren Inhalten ich mich aber einfach nicht mehr erinnere.

Da haben wir zum einen das Drama "Unsichtbar" von Ivana Jeissing, erschienen bei Diogenes. Der Verlag steht dafür eher nachdenkliche und ernste Romane herauszubringen. Auch dieser Roman behandelt ein ernstes Thema: die weibliche Unsicherheit.

Leider kann ich mich beim besten Willen nicht mehr an den Inhalt erinnern. Mich dünkt, dass ich eigentlich einen anderen Roman von Diogenes gut fand: Superhero oder so...

 

Als nächstes kommen wir zu "Crescendo" von Elizabeth Corley, die damit einen richtig guten Thriller erschaffen hat. Das Buch habe ich damals in meiner Ausbildung von meinem Chef geschenkt bekommen und ich habe es verschlungen.

Leider sind auch meine Erinnerungen an den Inhalt daran verschlungen.

Laut Klappentext geht es um eine Polizistin, die Lockvogel für einen Vergewaltiger spielt und ihn damit hinter Gittern bringt. Doch dann erhält sie ein Bild ihrer eigenen, grausam zugerichteten Leiche.

Also wenn ich das so lese, muss das Buch gut gewesen sein!

 

"Himmelblau und Rabenschwarz" von Lolly Winston hat ein tolles Cover mit ausgestanzter Wolke. Schon allein das ist für mich als Cover-Greifer ein Must-Have. Tatsächlich aber habe ich das Buch von meinen Papa geschenkt bekommen vor ungefähr 10 Jahren und es schnell durchgelesen. Ich meine mich vage daran zu erinnern, dass es um eine traurige Geschichte geht, die mit Depressionen zu tun hat und wie man wieder ins Leben findet.

 

Mein erstes Modebuch ist "Im Schrank" von Timothy Sonderhüsken gewesen. Ein Moderatgeber von einem Mann. An dem Buch haben verschiedene Leute geschrieben, die etwas zum Thema zu sagen hatten. Da es von 2004 ist, ist es nun nicht mehr ganz im Trend und ich weiß auch nicht mehr was das Gute an dem Buch war, aber warum nicht nochmal reingucken?

 

Das älteste Buch aus dieser Runde habe ich bei einem Schreibwettbewerb gewonnen. "Donata, Tochter Venedigs" von Donna Jo Napoli ist eine schöne gebundene Jugendbuchausgabe aus dem Jahr 2002. Er gehört zur Kategorie Historischer Roman, was in der Regel so überhaupt nicht mein Fall ist, aber dieses Buch hab ich gerne gelesen. Es ging um Rechte von jungen Mädchen in Italien. Mehr ist mir nicht in Erinnerung geblieben.

 

Fazit:

Man muss sich nicht immer an den Inhalt erinnern, es reicht, wenn das Buch einen selbst an eine schöne Situation erinnert oder von wo man es her hat und das weiß ich bei allen fünf Büchern. Tja, vielleicht habt ihr dennoch Geschmack bekommen, eines der Bücher zu lesen und wenn ihr noch mehr vergangene Bücher lesen wollt, dann schaut euch doch mal meinen Beitrag zu den Kinderbuch-Klassikern an.

 

(Quellen:

Unsichtbar, Ivana Jeissing, Diogenes, (nur noch gebraucht z.B. amazon) ISBN: 978-3-257237146

Crescendo, Elisabeth Corley, Fischer Verlage, 8,95 €, ISBN: 978-3-596163274

Himmelblau und Rabenschwarz, Lolly Winston, Knaur, 7,95 €, ISBN: 978-3-426631676

Im Schrank, Timothy Sonderhüsken, Knaur Lemon, (nur noch gebraucht z.B. amazon) ISBN: 978-3-426625514

Donata, Tochter Venedigs, Donna Jo Napoli, Fischer Schatzinsel, 14,90 €, ISBN: 978-3-596851249)

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