Tried & Testet: French Bulldog

Heute mal wieder aus der Kategorie "Stiftung Sarah Test" ein toller Beitrag zum Leben mit Tieren im Alltag.

Vor nicht ganz zwei Jahren habe ich mich auf eine Studie eingelassen, die aus unserem Hause kommt. Sie nennt sich "Leben mit Hund". Die Studie verlangte, dass man sich vorher ein geeignetes Testsubjekt* raussucht, um zu schauen welcher Hund denn zu einem passen würde. Zudem verlangte man von den Testpersonen sich auf das Tier einzulassen, ob Tag oder Nacht. Eine Reihe von Fragen und wurden mir und meiner Umgebung gestellt. Am Ende entschieden wir uns für  die "Französische Bulldogge".

1. Unboxing

Nachdem der Termin bei der kompetenten Züchterin gemacht war und man vorher mehrfach telefoniert hatte, durften wir das erste Mal zu unserem Hund. Zudem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, welches Testsubjekt wir bekämen. Aus einem kleinen Wurf süßer Welpen schauten mich zwei Knopfaugen an... nein, denn der Bully hatte zu diesem Zeitpunkt tatsächlich geschlossene Augen und wir durften nur gucken. Jedenfalls suchte ich mir einen männlichen schwarzen Frenchie aus. Wir gaben ihm den Namen "Laser". Ein paar Tage später waren wir wieder dort und ich durfte ihn zum ersten Mal streicheln und kurz auf den Arm nehmen. Er war so klein, so weich und lieb. Ich wusste, ich habe die richtige Wahl getroffen. Bis zur Abholung vergingen noch ein paar Wochen und wir bekamen vom Hersteller (hier Züchter) einige Fotos zugeschickt, auf denen wir erkennen konnten, dass wir uns ein gut entwickeltes Modell (hier Hund) ausgesucht hatten.

Der Tag der Abholung kam und alles lief unkompliziert. Unser Testsubjekt verhielt sich während der Fahrt ruhig und auch die ersten Schritte in seinem Neuen heim waren interessiert und süß anzusehen.

 

2. Testphase

Uns war klar, dass wir uns in relativ kurzer Zeit einigen sollten, ob Laser zu uns passte oder nicht. Doch da es sich um einen Langzeittest auf Lebenszeit des Hundes handelt bei unser Studie, war für uns klar, dass wir die Rückgabegarantie nicht nutzen würden.

Anfänglich hatten wir mit dem kleinen Rüden so unsere Schwierigkeiten. Er wollte einfach nicht stubenrein werden. Wir versuchten verschiedene Möglichkeiten. Bald merkten wir, dass ein Hund eine Vorbereitung auf ein Baby ist, da wir mit ihm eine lange Zeit auch nachts raus mussten und er in einem Beistellkorb am Bett geschlafen hat. Nachdem er zumindest nachts durchhielt schlief er auch alleine.

Die Gewöhnung an die Leine ging dafür genauso schnell, wie das erste alleine zu Hause bleiben. Dies konnte er von Tag 1 an. Auch das Beibringen von kleinen Tricks ging sehr gut nach Gebrauchsanweisung.

 

3. Pro und Contra

Neben der langen Nässen-Phase des Hundes, kam auch noch eine langwierige Prozedur der Lebensmittelverträglichkeit auf uns zu. Das vom Hersteller mitgelieferte Futter war irgendwann aufgebraucht und die Anleitung empfahl für diese Gattung bestimmte Sorten, die allesamt jedoch nicht taugten. Bis auf erhöhte Arztkosten, stellte man auch bei unserem Hund keinerlei große Unverträglichkeiten oder Allergien fest. Inzwischen haben wir unser Futter gefunden.

Ein weiterer Minuspunkt bei der Studie "Leben mit Hund" sind die Allergien der Testpersonen gegenüber dem Vierbeiner. Durch seine Vorliebe duch Felder zu rennen, sammelt das Testsubjekt diverse Proben von Gräsern ein mithilfe seines Fells ein. Durch nicht ordnungsgemäßem Abrubbeln verbleiben vereinzelte Partikel im Fell zurück. Durch den Kontakt mit der Haut des Menschen entstehen bei den Testpersonen Juckreiz und Pocken. Inzwischen wurde hier ein allgemeines Handling gefunden.

 

Ein Hund im Haushalt zu führen hat auch und vor allem Vorteile:

  • Jemand ist da, wenn man heim kommt und freut sich auch noch auf einen.
  • Es ist immer jemand zum kuscheln da.
  • Es ist immer jemand zum spielen da.
  • Liebe, Freude, Geborgenheit, man bekommt viel zurück.
  • Man hat mehr Bewegung, durch die täglichen Spaziergänge.
  • Schutz, wenn frau alleine zu Hause ist.

4. Fazit

Jeder der Hunde mag und der die Möglichkeit hat, sollte es sich nicht entgehen lassen, einen süßen Vierbeiner zu adoptieren. Dabei spielt weder die Rasse eine Rolle, noch ob er vom Züchter ist oder aus dem Tierheim. Nur bitte ich jedem keine Schnäppchenhunde aus Parkplatzverkäufen zu kaufen. Diesen Tieren geht es nicht gut. Auch wenn gerade diese Hunde einem besonders leid tun, ihr unterstützt damit die falschen Menschen.

Hunde sollten mehr Rechte bekommen und nicht mehr als Sache behandelt werden!

Mir gibt Laser jeden Tag so viel und ich freue mich auf diese Langzeitstudie zusammen mit meinem Mann, denn Laser ist inzwischen ein vollwertiges Familienmitglied geworden und nie und nimmer wird er abgegeben.

Er bringt mich zwar auch mal zur Weißglut und kann sich manchmal nicht benehmen, aber meistens bringt er uns zum Lachen und ist der herzensgute, treue Hund, der er ist!

*Testsubjekt = normaler weise Testobjekt, aber mein Hund ist für mich keine Sache.

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