...Allergikerin

Name: Sarah

 

Ich war ungefähr 17 Jahre alt, als sich das Ganze im Form von Augenjucken zum ersten Mal bemerkbar machte. Bis dato hatte ich nie chronische Beschwerden. Doch ab dem Moment an wurde es immer Schlimmer. Neben juckenden geröteten Augen kamen Niesanfälle und eine verstopfte Nase dazu, gelegentlich untermalt von Halskratzen. Eine ausgewachsene Allergie gegen Gräser, auch Heuschnupfen genannt, war geboren.

Im Laufe der nächsten Jahre reichten Augentropfen und Meerwassernasenspray aus.

Zwei Jahre und viel Stress später folgten dann auch ein Inhalator und verschreibungspflichtige Medikamente, denen ich alles andere als angetan war, als Medizinverweigerin. In der Hochphase meiner Psychosomatose folgten dann auch noch diverse Abwehrreaktionen gegen Lebensmittel, vermutlich ausgelöst durch die damalige Magengeschichte. Ich schlief in Allergikerbettwäsche, lies mich Desensibilisieren und testete dies und jenes aus. So war nach kurzer Zeit nicht nur meine Haut und mein Magen gereizt, sondern auch ich.

Der schlimmste Punkt und auch der Auslöser dafür, dass ich heute das Notfallspay immer dabei habe war, als ich um Luft ringend an einem Wochenende auf dem Sofa lag, mir alles vom Leib riss und das Gefühl hatte, meine Haut verbrennt gleich. Heute ist dieses Jucken an Brust-, Hals- und Kinnbereich ein Zeichen dafür, dass ich mein Spray nehmen muss. Leider bleibt mir auch nicht sehr viel anderes übrig, da die Desenibilisierung nicht angeschlagen hat. Drei Jahre morgens und abends quälen mit Schmelztabletten und Tropfen, die jedes Mal ein Anschwillen meiner Lippe verursacht haben. Spritzen durfte ich nicht bekommen, da ich einen hohen Grad der Allergie habe und dies einen Schock verursacht hätte.

Heute nehme ich zusätzlich Antihistaminika und habe dafür sogar teilweise meine Angst vor dem Tablettenschlucken überwunden. So niese ich zwar immer noch, aber meine Augen bleiben normal, ich kann ohne juckende Haut zu bekommen meinen Hund streicheln und auch die Einnahme des Notfallsprays ist deutlich zurückgegangen.

Im Laufe der Jahre wurde mit mir dann neben dem üblichen Allergietest (Gräser, Katzen und Co.) auch noch Kontaktallergietest gemacht. Hier kam ebenfalls eine kleine Anzahl an Überempfindlichkeiten zusammen. Sogar gegen meinen Hund bin ich manchmal allergisch: Pöckchenbildung an den Armen.

Glücklicherweise habe ich dann auch mal 2-3 Monate im Jahr wirklich Ruhe vor derartigen Allergien. Dann ist es Winter und nichts blüht.

Was jedoch das Essen von gewissen Obst- und Gemüsesorten betrifft habe ich noch keinen Weg gefunden. Ich lebe damit, nicht mehr alles essen zu können, weil mir entweder der Mund und Rachen davon juckt/ anschwillt oder ich dermaßen Magenkrämpfe bekomme, dass mir schon bei dem Gedanken daran der Appetit auf diese Dinge wegbleibt. Klar ist es lästig, wenn man zum Essen eingeladen ist, man ständig gefragt wird, was man essen darf oder sich auch mal etwas gesünder ernähren will, aber bisher habe ich immer einen Weg gefunden.

 

Meine Message an alle Allergiker: Einfach mit der Situation abfinden, schauen was einem gut tut und niemals den Inhalator vergessen, er könnte euch das Leben retten!

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