Leinenführigkeit

Lange habe ich nichts mehr über Laser oder über das Thema Hund im Allgemeinen geschrieben. Aber keine Sorge, meinem Vierbeiner geht es nach wie vor gut. Er hatte zwar vor Kurzem eine leichte Verletzung am Fuß, wobei die Daumenkralle gebrochen war und daher gezogen werden musste (schmerzhafte Erfahrung für Hund und Halter), aber binnen weniger Minuten ging es Laser wieder top. Heute möchte ich hingegen mal über LEINEN sprechen und damit meine ich nicht das tolle Kleidungsmaterial.

Auch der Halter muss sich mit der Leine oder dem Geschirr wohl fühlen.


Es gibt ja verschiedene Arten von Leinen und es gibt genauso viele Meinungen dazu, wie es Hundehalter gibt.

Jeder sagt hier was anderes, genau wie damals beim Futter.

Doch was ist die richtige Leine und für wen?

 

Erstmal ist es wichtig zu wissen: Was habe ich für einen Hund?

Ist es ein großer Hund, ein Kleiner, ein Kräftiger, ein hibbeliger Wauwau, ein ruhiges Exemplar, zieht er, zieht er nicht?

Unser Laser zum Beispiel ist eine kleine, kräftige und ziehende französische Bulldogge. Deswegen fing für mich die Leinenfrage auch schon beim GESCHIRR an.

Auch hier wieder diverse Möglichkeiten. Von dem einfachen Halsband, über Jäckchen und Stachelbänder bis hin zu Maulkorbgeschirren ist alles vertreten. Auch hier ist der Bedarf je nach Hund gefragt.

Anfangs hat Laser eine Weste getragen. Er war klein, es war Winter und er lies sich damit gut führen. Mit der Zeit passte er nicht mehr in die Weste und wir kauften ein Überkopfgeschirr. Ich betone das deswegen, weil sehr viele diese Art von Geschirren nicht mögen. Viele greifen zu den Geschirren, wo man nur die Beinchen reinsteckt und am Rücken festschnallt. Jedoch für unseren Kampfwauwau kaum geeignet.

Denn: auch ich als Halter muss mich wohl fühlen.

Bei dem Überkopfgeschirr ist er nicht nur im Hals- sonder auch im Brust- und Bauch-Rücken-Bereich gesichert und fixiert. Der Ring für die Leine liegt genau Mittig, ca. zwischen den Schulterblättern. Dadurch, dass Laser viel zieht, ist es gut, dass sich dann die Zuglast bei ihm verteilt.

Einige Menschen neigen dazu zu sagen, dass ein solches Geschirr den Hund nur noch mehr dazu verleitet zu ziehen. Das mag durchaus sein, aber ihn ständig mit dem Halsband zu würgen will ich auch nicht. Schließlich ist es ja doch nur eine Erziehungssache, ob der Hund am Ende zieht oder nicht. Und unser zieht eben und schlimm finden wir das nicht. Aber auch ein Halsband haben wir, wenn es beonders heiß ist oder wir wissen, dass er eh viel leinenlos läuft.

Die Leine

Wir selbst haben zwei Leinen. Eine stabile kurze abgerundete Lederleine, die meist in Verbindung mit einem Geschirr genutzt wird, vor allem, wenn wir wissen, dass wir ihn eh gleich losmachen. Und eine Flexileine, die auch mit dem Halsband genutzt werden kann.

Flexileinen stehe ich selbst zwiegespalten gegenüber. Einerseits vereinfacht sie mir morgens den Gassigang. Wenn ich nicht so viel Zeit habe, ist es einfacher, wenn Laser an der Leine ist und dennoch laufen kann wohin er will, nur eben nicht weg. Und auch wenn die Winterzeit beginnt, laufen wir mit einem leuchtenden Halsband und der FLEXILEINE los, weil wir den Hund so außer Gefahr haben und er dennoch überall gucken kann.

Doch Flexileinen birgen auch große Verletzungsgefahr für Mensch und Hund. Ob ein ruckartigens einrasten der Leine oder ein schnelles Einholen, beides ist unangenehm für den Hund. Auch bei Gefahr kann man nicht einfach so willkürlich in die Leine greifen. Ein weiterer Aspekt ist, dass viele mit solchen Leinen laufen und die Hunde sich ständig verheddern, wenn sie sich sehen. Erst kürzlich (mein Hund war gerade nicht an der Leine) kam ein größerer Hund an einer Flexileine vorbei. Plötzlich raste er schnell um mich herum, was mir Schürfwunden an den nackten Beinen verursachte. Angenehm war das nicht.

Die kurze Leine hingegen ist ideal für Ausflüge in die Stadt (wo ich ihn äußerst ungern mit hinnehme), bei Besuchen von Freunden oder wo man weiß, der Hund bleibt nicht lange an der Leine. Außerdem kann man schnell eingreifen bei Gefahr. Nachteil ist eben der, dass der Hund eben recht kurz gehalten ist und an der Leine nicht viel Bewegungsfreiheit hat.

 

Aber was gibt es noch für Leinenarten?

Da wäre zum einen die Schleppleine. Die Schleppleine ist eine nicht einfahrbare Flexileine, wie ich sie gerne nenne. Nein im Ernst. Sie ist ca. 2 cm breit und etwa 5 Meter lang und schlackert nur so auf dem Boden. Gerne und oft wird diese Leine bei sehr verspielten und hibbeligen Hunden eingesetzt, die sich erst an eine Leine gewöhnen müssen. Auch wird sie im Einsatz von Schnüffelhunden und Suchstaffeln genutzt. Der Vorteil an dieser Leinenart ist, dass der Hund recht viel Bewegungsfreiheit hat und man mit einem Fuß auf der Leine schnell reagieren kann. Nachteil ist eben selbiger. Durch den Ruck, die der Fuß auf der Leine verursacht, kann das Tier ebenso erschreckt werden. Auch in einem Gelände mit viel Fußgängern ist es eher schlecht, da die SCHLEPPLEINE oft zur Stolperfalle für andere wird.

 

Dann gibt es da noch sogenannte Schlingen. Diese Leinen sind recht kurz und erinnern an einen langen Schnürrsenkel. Die Leine ist nicht zum eigentlichen Spaziergehen geeignet, sondern nur zu einer kurzeitigen Fixierung, zB. bei Gefahr. Die Leine wird dem Hund locker um den Hals gelegt und zieht sich automatisch zu und öffnet sich wieder, bei weniger Druck. Für Hunde die gut konditioniert sind und bei Fuß laufen, gut geeignet. Ich persönlich mag diese Leinen nicht, aber auch hier gibt es Menschen und Hunde die davon überzeugt sind und auch mit ihr umgehen können.

 

Es gibt außerdem Körperleinen, die sowohl am Hund, als auch am Menschen befestigt werden. Diese sollen die Verbindung zwischen Mensch und Hund festigen, eigenen sich aber auch gut für Menschen, die gerne beim Gassi die Hände frei haben oder gerne mit dem Tier joggen gehen.

 

Fazit:

Es gibt soviele Arten von Halsbändern, Geschirren und Leinen, da muss jeder selber wissen, was für ihn und sein Tier gut ist. Aber seien wir mal ehrlich, wenn Umgebung und Gelände es zulassen ist es doch das Schönste, wenn derHund frei rumlaufen und schnuppern kann, gesetz dem Fall, man kann ihn von der Leine lassen.

 

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