Gut gewickelt mit Mokosh Wrap

Vieler meiner Freunde haben inzwischen Kinder oder sind schwanger. Automatisch beschäftige auch ich mich mit dem ein oder anderen passenden Thema.

Eine ehemalige Schulkollegin hat bei mir das Interesse für ihre Tücher geweckt. Mit ihrem Instagram-Account wrapping_emmeline zeigt sie regelmäßig ihre neusten Errungeschaften und die schönsten Stoffe.

Die Babytragetücher für Säuglinge und Kleinkinder erleichtern nicht nur den Alltag von Eltern, sondern geben dem Kind die nötige Geborgenheit.

Viele Eltern transportieren ihre Kinder in Kinderwagen, Buggys oder unhandlichen Babyschalen. Das ist erstmal völlig okay, jedoch oft unflexibel. Kinderwagen sind sperrig und man benötigt die Hände um ihn zu bewegen.

Bei den Tüchern von MOKOSH WRAP  ist es anderns. Die Tücher dienen in erster Linie dazu das Kind zu transportieren und trotzdem die Hände für weitere Dinge frei zu haben. Doch auch für das Kind ist die Wickeltechnik besonders angenehm. Im Säuglingsalter wird das Baby nah an der Brust getragen um Nähe und Geborgenheit zu vermitteln. Im Kleinkindalter möchten Kinder gerne die Welt entdecken, deshalb bietet es sich an, den Jungen oder das Mädchen auf dem Rücken zu tragen, wie ein Rucksack. Von dort hat das Kind den idealen Ausblick und ist mitten im Geschehen. Für Aktivitäten im Haushalt oder kurze Trageeinheiten gibt es auch extra Tücher, mit denen man das Kind an der Seite auf der Hüfte tragen kann.

Julia hat mir einen ganz privaten Einblick in ihr Familienleben ermöglicht und mir die unterschiedlichsten Techniken und Tücher präsentiert.  Im Schnitt gibt sie für ein Tuch der Marke Mokosh etwa 220 € aus. Dabei liegt das günstigste Seitentuch bei rund 50 €, das teuerste Tuch mit Cashmere-Anteil bei 700 €. Nach oben hin gibt es kaum Grenzen. Tücher aus Seegras oder Milchfasern können locker an die 1000 € kosten.

Die Materialien der einzelnen Stoffe sind ganz vielfältig. Von Leinen und Hanf, über Cashmere und Merino bis zu Seide und Baumwolle, ist alles dabei. Wobei ein Baumwollanteil immer vorhanden ist um eine gewisse Stabilität zu gewährleisten.

Im alten Russland ist MOKOSH eine Göttin der Fruchtbarkeit, Beschützerin der Schwangeren und der Familie. Die Tücher von Mokosh Wrap kommen aus Russland und werden traditionell und limitiert von einem Ehepaar gefertigt. Jedes Tuch erzählt eine Geschichte und ist mit einem Fruchtbarkeitssymbol versehen. Diese sind hauptsächlich im Internet zu erwerben. Die Tücher sind ab einer Länge von 2 Metern, bis zu einer Länge von 6,80 m zu haben. Die Breite liegt je nach Tuch zwischen 65 cm und 80 cm. Die Wahl des Tuches entscheidet unter anderem auch der Körperumfang des Trägers/ der Trägerin.

Julia selbst nutzt die Tücher jetzt seit 3,5 Jahren, seit Geburt ihres Sohnes. Für sie haben die Tücher nur Vorteile, auch ihre Rückenschmerzen (Hohlkreuz) sind dadurch weggegangen.

"Die Kinder schlafen auch oft beim Tragen ein.", verriet sie mir. "Leider machen die Tücher süchtig.", lautete ihre Antwort, nach der Frage von den Nachteilen der Tücher. Im Grunde sind die großen Tragetücher für jede Person geeignet, die gerne ihr Kind am Körper trägt. Für unruhige Kinder, die oft hoch und runter wollen, ist das Tuch dann am Ende aber nichts.

Das Schöne: die meisten Tücher sind bei 30° in der Maschine waschbar. Bei handgefertigten oder empfindlichen Materialien, wie Seide oder Merinowolle, ist es jedoch ratsam diese mit der Hand zu waschen und zum Trocknen dann hinzulegen, statt aufzuhängen.

Ansonsten sind alle Stoffe sehr robust und die Tücher halten einiges aus. Ich selbst konnte mir ein Bild davon machen, wie gut die Tücher verarbeitet sind.

So können auch Kindergartenkinder noch wunderbar getragen werden, sofern sie es noch möchten. Wichtig ist, dass das Tuch straff um den Körper gewickelt wird und durch eine Eindrehtechnik im Schulterbereich eine Verstärkung entsteht.

Für alle, die keine Kinder haben oder keine Kinder tragen möchten und die Tücher trotzdem schön finden:

Man kann sie auch wunderbar zu Modezwecken entfremden. Als Stola oder Schal peppen sie schlichte Outfits auf. Als Decke, Bettüberwurf oder Tischdecke sind sie gute Dekostücke und auch Kinder haben ihren Spaß, wenn sie mit den langen Tüchern eine Bude oder Hängematte bauen können. Aus Stoffresten kann man wunderbar neue Dekoideen schaffen, wie zum Beispiel bespannte Bilderrahmen oder Stickrahmen.

Vielen Dank an die liebe Julia für die tollen Impressionen.

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